Der erste Tag danach beginnt heute.
Projekt Übergang bereitet Menschen schon vor dem Haftende auf den Arbeitsmarkt vor, vermittelt sie an Partnerbetriebe in ganz Österreich und begleitet sie darüber hinaus im Alltag — solange die Unterstützung gebraucht wird.
Ein Projekt von SOLOMON e.V. in Zusammenarbeit mit Justizanstalten, Bewährungshilfe und regionalen Betrieben. Alle Gespräche sind vertraulich.
Der Moment der Entlassung entscheidet oft alles
Ohne Job, ohne Wohnung und ohne Ansprechperson steigt das Risiko, wieder in alte Muster zu rutschen — nicht aus Unwillen, sondern aus fehlenden Alternativen. Genau an diesem Punkt setzt Projekt Übergang an.
Arbeit fehlt
Vorstrafen und lange Lücken im Lebenslauf machen die reguläre Jobsuche zur Hürde — noch bevor das erste Gespräch stattfindet.
Struktur fehlt
Der Alltag in Freiheit muss neu organisiert werden: Wohnung, Behördenwege, Tagesablauf — oft ganz ohne Unterstützung von außen.
Begleitung fehlt
Die ersten Monate nach der Entlassung sind entscheidend. Ohne feste Ansprechperson bleiben viele mit offenen Fragen allein.
Vier Phasen, ein durchgehender Kontakt
Jede Person hat von der Vorbereitung in Haft bis zur Begleitung im Alltag dieselbe feste Ansprechperson — der Übergang soll sich nicht wie ein Bruch anfühlen.
Vorbereitung
Berufsorientierung, Bewerbungstraining und erste Kontakte zu Partnerbetrieben, bereits Monate vor der Entlassung.
Übergang
Unterstützung bei Wohnung, Behördenwegen und Papieren — die praktischen Dinge, die vor dem ersten Arbeitstag geklärt sein müssen.
Arbeit
Vermittlung an einen Partnerbetrieb, oft mit Probezeit oder Praktikum, begleitet von einer festen Ansprechperson im Verein.
Begleitung
Regelmäßige Gespräche, solange sie gebraucht werden — auch dann noch, wenn die Arbeitsstelle längst läuft.
Du musst das nicht allein regeln
Egal ob du noch in Haft bist oder bereits entlassen wurdest: Projekt Übergang steht offen, ohne Vorbedingungen und ohne Bewertung.
- Anmeldung ist auch schon während der Haft möglich, über die Sozialberatung deiner Anstalt.
- Alle Gespräche sind vertraulich und kosten nichts.
- Du entscheidest, wie viel Begleitung du möchtest — wir drängen nichts auf.
- Aktiv in mehreren Bundesländern, weitere kommen laufend dazu.
Erstkontakt aufnehmen
Ruf an, schreib uns oder bitte deine Sozialberatung, uns zu kontaktieren.